Montag, 26.07.2010
Wohlan denn, Blog, nimm Abschied und gesunde!
Zum 26.7.2010 starte ich mein neues Wordpress- Portal unter
www.leisenberg.info.
Allen Lesern dieses Blogs vielen Dank fürs Zuhören und viel Spass mit der neuen Seite!
Montag, 31.05.2010
Sechs Schritte zum erfolgreichen ECM-Projekt
Lesen Sie hier die Zusammnfassung des Meetings des Expertenrates im April in Stuttgart.
>
Samstag, 20.02.2010
Müssen Unternehmen “Social Media machen”?
Müssen Unternehmen “Social Media machen”?- Ich sage klar und deutlich: JA!
Nicht alle Unternehmen sind auf die Entwicklungen im sozialen Web gut vorbereitet. Häufig wird an den Berater die Frage herangetragen, ob denn ein unternehmerisches Engagement in sozialen Web und Enterprise 2.0 überhaupt notwendig ist und die teuere Investition sich lohnt. Hierzu möchten ich den Zweiflern mit auf den Weg geben, dass man das Web 2.0 zwar ignorieren kann. Das Web 2.0 mit seinen vielen Millionen Nutzern ignoriert Unternehmen, Produkte, Dienstleistungen oder Einzelpersonen jedoch nicht. Es gilt zu handeln, um aus neuen Möglichkeiten maximalen Nutzen zu ziehen! Unternehmen müssen kurzfristig über den Einsatz der sozialen Medien bei kleinem Spielraum entscheiden. Eine Entscheidung gegen Social Media kann – wie viele Beispiele von Reputationskrisen zeigen – fatal sein.
Manfred Leisenberg
Donnerstag, 11.02.2010
Vortrag zum Enterprise Content Management
Montag, 11.01.2010
Vier Jahre Corporate Blogging bei Frosta
Dies ist eines der Hauptergebnisse, der Forschungsarbeit die die FHM- Studentin B. van Delden bei Prof. Leisenberg verfasst hat.
Nunmehr sind die interessanten Ergebnisse auch in der Computerwoche veröffentlch worden. Den gesamten Artikel findet man hier.
Montag, 28.12.2009
Prof. Leisenberg wurde Mitglied des COMPUTERWOCHE Expertenrats ECM
Dieser Expertenrat begleitet die COMPUTERWOCHE Initiative ECM 2010 fachlich. Sowohl über die Roundtable- Diskussionen als auch die Vortragsveranstaltungen der ECM- Initiative wird die COMPUTERWOCHE ausführlich berichten.
Prof. Leisenberg wird zur Auftaktveranstaltung der ECM- Initiative einen Vortrag zum Thema "Vom ECM zum Enterprise 2.0 - Wie Social Software Unternehmen verändern wird" halten.
Weitere Informationen hier.
Sonntag, 22.11.2009
Erstes BARCAMP in Ostwestfalen
Die Organisation war perfekt. Dank an Tim Albermann und Bert Schwarck.
Hier der Twitter- Feed.
www.flickr.com
|
Samstag, 07.11.2009
Präsentation zum Twitter- Vortrag von Prof. Leisenberg im Nixdorf Forum / November 2009
Freitag, 23.10.2009
Twitter im Unternehmen
"Twittern Sie schon?" Diese
Frage wird auch in deutschen Unternehmen
immer häufiger gestellt. Twittern,
oder auf deutsch "Zwitschern", ist ein
neues Angebot aus der Welt des Internets.
Mit nur 140 Zeichen werden Nachrichten
zu allen erdenklichen Themen
an registrierte Nutzer in der ganzen
Welt geschickt. Empfangen kann man
die Botschaften via Internet oder auf
dem Mobiltelefon. Was man im Unternehmen
oder persönlich mit dem Einsatz
von Twitter erreichen kann, thematisiert
ein praxisorientierter Vortrag am
Dienstag, 27. Oktober, um 18 Uhr im
Business Forum des Heinz-Nixdorf-
Museumsforums (HNF) an der
Fürstenallee 7.
Prof. Manfred Leisenberg erklärt die Grundidee
von Twitter und die ersten Nutzungsschritte.
Er verrät außerdem, wie die Technologie
sinnvoll als Kommunikationswerkzeug
in Unternehmen eingesetzt werden kann
und in welchen Bereichen Twitter eher
Zeitverschwendung ist. Beispiele zum
erfolgreichen und professionellen Einsatz
von Twitter helfen bei der Bewertung
des persönlichen Nutzens. Der
Vortrag ist kostenlos. Das Museumsforum
bittet Interessenten jedoch um Anmeldung
unter Tel. (05251) 306615.
Donnerstag, 24.09.2009
Digitale Reputation in Web 2.0 und Sozialen Netzen
Die Werkzeuge des Web 2.0, Wikis, Weblogs, soziale Netze oder Twitter, sind seit Jahren, sowohl auf der Seite der Kunden, als auch auf der Unternehmensseite, für verschiedenste Zwecke erfolgreich im Einsatz und außerordentlich beliebt. Der Nutzer, egal ob er im Enterprise 2.0 oder als potentieller Kunde vor dem heimischen Browswer sitzt, surft nicht mehr allein durch das Internet, sondern verändert und bereichert es. Er berichtet in Web-Tagebüchern über die negativen Erfahrungen mit dem technischen Kundendienst des Herstellers seines Rechners. Er stellt sein Wissen und seine Erfahrungen Millionen anderen Lesern gern in Online- Enzyklopädien zur Verfügung und beschreibt damit vielleicht als enttäuschter ehemaliger Mitarbeiter seine subjektive Sicht auf ein Unternehmen. Er empfiehlt unter Umständen über seine Social Bookmarks, ganz prominent auf den vordersten Ergebniszeilen der Suchmaschinen und noch vor einem teuer erkauften Firmeneintrag platziert, die Produkte eines Mitbewerbers. Der Nutzer, sei er enttäuschter Kunde oder gekündigter Mitarbeiter, verfügt nunmehr über eine starke Medienmacht. Daher sollte das Web 2.0 als Chance aufgefasst werden, den Kunden besser zu verstehen, von ihm zu lernen und einen neuen, besonders effektiven Kommunikationskanal für die direkte Ansprache zu entdecken. Ein strategisch orientiertes Online- Reputationsmanagement kann diesen Prozess unterstützen.
Online- Reputation wird immer wichtiger
Kunden hilft die Kenntnis der durch das Web 2.0 wesentlich beeinflussten Online- Reputation von Unternehmen, Produkten sowie Marken, abzuschätzen, wie sich diese in Zukunft verhalten könnten. Damit werden Kaufentscheidungen immer häufiger vom Web- Renommee des Produkts und sogar vom Image einer bewertenden Person abhängig gemacht. Auch die ansonsten wenig innovativen Politiker setzen im Vorfeld der Wahl zu deutschen Bundestag 2009 auf ein wirkungsvolles Web 2.0- Image. Eine positive Reputation ist gekennzeichnet durch Eigenschaften, wie Glaubwürdigkeit, Vertrauenswürdigkeit, Zuverlässigkeit und Verantwortung. 76% von 250 unlängst befragten Managern gaben beispielsweise an, dass Ihnen Ihre Online- Reputation außerordentlich wichtig sei [Lab07].
Was ist zu tun, wenn das Ansehen von Personen oder Unternehmen durch negative Äußerungen im Web beeinträchtigt wird? Wie kann verhindert werden, dass durch ungünstige Web- Äußerungen Fremder eine mühsam über Jahre aufgebaute Reputation schnell verloren geht?
Profil authentisch zeigen
Vor der Umsetzung von technischen Verfahren des Reputationsmanagements ist es erforderlich, die Strategie festzulegen: Welches Image soll zu welchem Zweck im Netz erzeugt werden und für welche Eigenschaften soll die zu darzustellende Personenmarke stehen? Die Werkzeuge zum Management der Personenmarke sind die bekannten Web 2.0 – Meinungs- Vervielfacher: Blog, Wiki, soziales Netz und andere. Vor dem Einsatz der dieser Werkzeuge ist es wichtig, die Identität und das Profil der Person oder des Unternehmens festzulegen und besondere Kompetenzen glaubhaft zu beschreiben. Hierbei ist es zunächst ratsam, in allen Anwendungen immer die gleiche Identität mit gleichem Basisprofil und Namen zu verwenden. Der Klarname als Identifikation der Personenmarke ist aus Authentizitätsgründen immer einem Alter Ego vorzuziehen. Schlüsselworte und Tags in den Profilen sollten mit Sicht auf eine spätere leichte Auffindbarkeit unter strategisch gewählten Suchbegriffen formuliert werden. Positive Referenzen sollten gesammelt und an entsprechender Stelle mit Adressbezug präsentiert werden.
Reputation gezielt entwickeln
Neben dem Schreiben und Kommentieren von Blogs zählt das Verfassen und Veröffentlichen von relevanten Fachtexten oder Präsentationen zu den wichtigen und wirkungsvollen Maßnahmen des persönlichen Online- Reputationsmanagements. Gleiches trifft auf das Ablegen von Lesezeichen auf den, bei den Suchmaschinen wegen der starken gegenseitigen Verlinkung sehr hoch gelisteten, Social- Bookmarking- Portalen, wie mister-wong.de, zu. Das Einstellen von reputationswirksamen Inhalten in Soziale Netze, wie Facebook, MySpace oder StudiVZ, beeinflusst wegen der netztypischen Multiplikatoren zudem unmittelbar die Reputation. Zu den besonders wichtigen Maßnahmen im Reputationsmanagement zählt zunehmend die zielgerichtete Nutzung des Microblogging- Dienstes Twitter. Hier ist es offensichtlich: Die Zahl der Personen, die die Nachrichten des jeweiligen Twitter- Nutzer abonniert haben, ist ein Ausdruck von dessen Online- Reputation.
Angriffe abwehren - Krisen meistern
Zum Reputationsmanagement zählt auch der Umgang mit Problemen. Krisen können durch verschiedenste Ursachen ausgelöst werden: eine ungünstige Berichterstattung in den Offline- Medien, negative Blogkommentare oder ein kompromittierendes Foto. Zu den Maßnahmen zur Vermeidung solch einer Krise zählt der rechtzeitige Aufbau eines wohlmeinenden Online-Netzes. Eine größere Zahl von in den Suchmaschinen vorn gelisteten Inhalten, die die betreffende Person oder das Unternehmen in einem positiven Licht erscheinen lassen, wirkt ebenfalls vorbeugend. Zum Zeitpunkt des Angriffs kompensieren bereits vorhandene positive Darstellungen weitgehend eine ungünstige Berichterstattung. Außerordentlich wichtig ist es natürlich, die Krise rechtzeitig zu erkennen. Dazu sollte eine kontinuierliche und automatisierte Überprüfung mittels Social Media Monitoring erfolgen.
Social Media Monitoring – Wichtige Entwicklungen im Blick behalten
Hier gilt es, Blogs, Wikis, Twitter und andere Web 2.0- Anwendungen so als Informationsquelle zu nutzen, dass damit langfristig und beständig der Status der eigenen Reputation oder auch des Ansehens eines Unternehmens mit seinen Produkten möglichst zeitnah, kostengünstig und automatisiert bestimmt werden kann. Die Monitoring- Maßnahmen lassen sich unterteilen in Methoden aus den Bereichen der Business Intelligence und der Social Network Analysis (SNA), der spezialisierten und meist Kostenlosen Web 2.0- Dienste sowie der Dienstleistungen von Agenturen aus dem Bereich der Medienresonanzanalyse.
Bei den spezialisierten offenen Web 2.0- Diensten stehen 3 Optionen dem Anwender zur Verfügung: Erzeugung und Auswertung von RSS- Feeds, Benachrichtigung über Email- Updates sowie Tracking- Werkzeuge und Spezialportale. Der Microblogging- Dienst Twitter hat seit kurzem erheblich an Bedeutung gewonnen. Daher sind für das Reputationsmonitoring spezialisierte Twittersuchmaschinen besonders hilfreich. Darüber hinaus stehen dem Nutzer für das Monitoring unabhängig von Twitter bestimmte Tracking- Werkzeuge und Spezialportale zur Verfügung. Beispielhaft nennenswert ist die Personensuchmaschine Yasni.de, die über eine Rückkoplungskomponente Profilinformationen durch die Community validieren lässt.
Attacken abwehren – Reputation verteidigen
Ein speziell abgestimmtes Krisenmanagement muss dann einsetzen, wenn die Indikatoren des Social Media Monitoring plötzliche negative Veränderungen der Reputation anzeigen.Wenn Anschuldigungen und Darstellungen zur Person oder zum Unternehmen sich dem Tatbestand der Beleidigung nähern, ist besonnenes Handeln gefragt. Nur in Ausnahmefällen sollte man die Löschung von Informationen innerhalb der Ergebnisseiten von Suchmaschinen, in Foren, Communities Blogs, Microblogs oder auf sonsigen Websites verlangen. Sollte durch Gegendarstellungen oder Erzeugung von positivem Inhalt keine Verbesserung der Reputation erreicht werden, könnte das Einschalten einer Spezialagentur angezeigt sein.
Zusammenfassung
Die strategisch orientierte Entwicklung, Umsetzung und Sicherung der Online- Reputation ist zu einer außerordentlich wichtigen Aufgabe für Unternehmen und Einzelpersonen wird. Das Reputationsmanagement bündelt die zur Lösung der Aufgabe erforderlichen Maßnahmen: Das Social Media Monitoring sorgt dafür dass, man immer über den Reputationsstatus informiert ist. Die Analyse der Monitoringdaten ermöglicht es, einzuschätzen, wer sich wie über mich, mein Unternehmen oder meine Produkte mit welcher Reichweite wie äußert. Aus der Analyse lassen sich adäquate Maßnahmen zur Beeinflussung der Reputation unter Einsatz der Web 2.0- Werkzeuge ableiten. Letztlich sei darauf hingewiesen, dass man die Aktivität nicht aus der Hand geben und den Online- Diskurs zu reputationsrelevanten Themen anführen sollte, um damit die Richtung der Entwicklung von Diskussionen vorgeben und beeinflussen zu können.
[Lab07] o.V.: 11. LAB Managerpanel, LAB Lachner Aden Beyer & Company, München, 10/2007,